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Medina

Fes
Eingang zur Medina durch das Blaue Tor Bab Boujoud

Fes besitzt eine terrassenförmig angelegten Altstadt.
Fes el-Bali im Tal des Oued Fes und auf einem Plateau liegend der Stadtteil Fes el-Djedid. Die Stadt ist eines der bedeutendsten Wirtschaftszentren Marokkos. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Verarbeitung von Leder, Textilien und Metallwaren, die Woll- und Lederfärberei sowie die Herstellung von Teppichen, Schmuck und hochwertigen Parfümen.

Fes ist die älteste der vier Königsstädte
(ca. 1.051.000 Einwohner mit Vororten und Umgebung) und neben Marrakesch sicher die interessanteste Stadt Marokkos. Sie ist das geistige Zentrum Marokkos und Sitz der neben der Azhar-Universität in Kairo ältesten islamischen Universität, der Kairaouine.

Eingang in die Medina von Fes durch das Blaue Tor Bab Boujoud.

Geschmückt ist diese Tor mit einem kunstvollen blauen Mosaik, das im Sonnenlicht wie 1000 Diamanten funkelt.

Die Altstadt von Fes aus dem 9. Jahrhundert ist ein Gassengewirr,

in dem man sich ohne Führer kaum zurechtfindet. Sie beherbergt die Souks, und in ihr liegen fast alle historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Bis auf sehr wenige Straßen, die in die Medina führen (z.B. zum Bab Boujloud im Westen oder zur Rsif-Moschee im Süden), ist es nicht möglich in die Medina mit einem Auto zu fahren.
     


Die Souks Attarine und Kissaria bilden den Mittelpunkt des Handwerks und des Handels.
Die Straßen und Viertel sind nach Handwerkszweigen aufgeteilt. Sie kommen vorbei an den Getreidehändlern  und weiter zu den Kupfer- und Messing- und Goldschmieden bis in das Gerberviertel, wo die Felle in einer  'stinkenden Brühe' mit Händen und Füßen gegerbt, gefärbt und getrocknet werden.

Handarbeit aus Fes
Holz- und Intarsienarbeiten aus Fes
Ein Händler in der Medina von Fes wartet auf Kundschaft
Ein Stoffhändler liest im Koran


Fes besitzt heute noch das Aussehen einer islamischen Stadt des Mittelalters.
Wer in einen Stau von Pferdekutschen oder Eselskarren gerät und sich im Gedränge durch die Gassen vorwärts schieben läßt, der kann diese Stadt urspünglich und in vollen Zügen geniessen. Die Monarchen der Miriniden-Dynastie verschönten Fes mit prunkvollen Bauten, die sich heute noch in ausgezeichnetem Zustand befinden. Die Altestadt Fes-el-Bali, von Isdris II. gegründet ist mit der Neustadt Fes-el-Djedid durch die aufwendigen Gärten von Bouijoud verbunden.

Hinzu kommen noch die einmaligen Gebäude maurischer Baukunst, die einen solch überragenden Wert haben, dass die UNESCO die Stadt in die Liste des Weltkulturerbes aufnahm.
Zeitlos ist das geschlossene Altstadtbild, beherrscht von den Minaretten der Moscheen und den Dächern aus grünen Ziegeln.

Am Abend sieht man schon was es am nächsten Tag an frischem Fleisch gibt

Heute wohnen und arbeiten in der Medina von Fes 400.000 Menschen.

Durch seine bedeutungsvolle Geschichte und Kultur besitzt Fes eine Vorrangstellung im Maghreb, dem westlichen Teil der arabischen Welt.

In der Medina von Fes scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.
Ursprüngliches Handwerk und Handel ist an jeder Ecke zu finden.

Selbst beim Metzger sieht man was es gibt und wie frisch die Ware ist.
Trockenfrüchte und Nüsse gibt es in reicher Auswahl.

Wie sonst überall in Marokko, hat die Königsstadt Fes sehr viele kleinen Gaststätten, in denen man eine köstliches Tajine für weniger als 30 Dirham erhalten kann.

Eine Tajine ist ein Tongefäß, das mit dem Huhn, Rindfleisch, Ziegenfleisch und Gemüse gefüllt, gedämpft und über einem Holzkohlenfeuer gegart wird.

Danach bestellen Sie ein Tasse des  tadellosen Tees und beobachten das Treiben der Einheimischen und Touristen bei Ihrem Flanieren entlang der Prachtstraßen.

Färber in Fes bei Ihrer schweren Arbeit
Die Wollfärber von Fes bei der Arbeit

Im Bezirk der Gerber in Fes El Bali am Qued Fes werden Naturfarben angerührt.
Hier werden in riesigen Steinbottichen die Farben gemischt, Häute zum Trocknen aufgehängt und diverse Tierfelle bearbeitet. Diese Arbeit ist dreckig und anstrengend. Das Wissen um diese "Kunst" wird aber von Generation zu Generation weitergegeben.
Die Laugenbottiche der Gerberei in Fes sind ca. 1,00 m tief. Arbeiter gerben die Felle in Taubenkot, indem sie barfuß in der stinkenden Brühe mit kurzen Hosen die Felle walgen und bearbeiten, damit sie geschmeidig werden und einen hohen Preis beim späteren Verkauf erzielen können, dazu ist aber noch die größe der gegerbten Felle maßgebend.

Die Färber und Gerber in Fes sind im Vergleich zu anderen Handwerksberufen gut bezahlt.
Am meisten bringt gelb gefärbtes Ziegenleder, das man für die marokkanischen Lederschuhe die "Babuschen" benötigt.
Hierzu wird das Fell mit der gelben Farbe, dessen Zusammensetzung geheim ist, mit der gefärbten Seite nach unten auf ausgebreitetes Stroh gelegt. Dabei wird die gelbe Farbe von der Sonne nicht ausgebleicht. Nach dem Trockenvorgang wird es dann am selben Tage noch an die Großhändler in Fes weiterverkauft.
Ebenfalls werden die aus Leder hergestellten Rucksäcke, Brieftaschen, Schuhe und aus der Wolle hergestellten  Jellabahs und andere Textilien des täglichen Bedarfs hergestellt und in der Medina vekauft.

Der Königspalast von Fes
Trockenfrüchte und Nüsse werden hier in der Medina verkauft


Gold, Mosaike und wertvollste Stuckarbeit schmücken den Eingang zum Königspalast von Fes flankiert von den Flaggen Marokkos.

Einer Legende nach beruht der Ursprung der Stadt auf der Tatsache dass beim Errichten der Fundamente in einem zwischen den Bergen gelegenen Tal, zur linken eines Perlenflusses eine Sichel (Fes in der arabischen Sprache) mit einem Gewicht von über 60 Pfund gefunden wurde. Dies wurde zur Namengebung der neuen der neuen Königstadt verwendet. Fes erhielt auch den Beinamen Athen Afrikas und Mekka des Westens.


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